Trauer um Vater der Partnerschaft
Trauer um Vater der Partnerschaft
Rosenheim/Beer Sheva (re) - Der Landkreis Rosenheim trauert um den Vater der über 20-jährigen Partnerschaft mit der israelischen Stadt Beer Sheva. Dov Peer, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des ungarischen Ritterordens, verstarb nach einem langen Krankenhausaufenthalt im Alter von 85 Jahren. Landrat Dr. Max Gimple: «Wir verlieren einen Freund.»

Dov Peer, 1921 in Budapest geboren, überlebte mit leidvollsten persönlichen Erfahrungen das Naziregime. Nach dem Krieg wurde der Mann zum Mentor der Versöhnung zwischen jüdischen und deutschen Menschen in Israel und Bayern. Bei zahlreichen Begegnungen wurde er zum unermüdlichen Förderer der freundschaftlichen Bande, die sich im Lauf der Jahre zwischen dem Landkreis Rosenheim und der israelischen Wüstenstadt Beer Sheva entwickelten.

Landrat Dr. Gimple: «Dov Peer ist in zahlreichen Funktionen über Jahrzehnte hinweg als großer Versöhner für die israelisch-deutsche Freundschaft in Erscheinung getreten. Wir haben ihm viel zu verdanken.»

So war Dov Peer auch Initiator und ständiger Motor der Begegnung zwischen den Jugendlichen. Der Jugendkulturaustausch zwischen Musik und Tanzgruppen aus Israel und diversen Gruppen aus dem Landkreis Rosenheim geht auf seine Anregung zurück. Schließlich hatte Dov Peer auch die Idee, unter Einbeziehung der Eltern eine Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Rosenheim zu gründen. Sie ist nach wie vor äußerst aktiv und das Rückgrat der gemeinsamen Aktivitäten. Auch der Freundschaftsvertrag zwischen dem Landkreis Rosenheim und Beer Sheva war eines der letzten großen Ziele, die sich Dov Peer zum Ziel gesetzt hatte. Im Juni 2000 sprach sich der Kreistag einstimmig für dessen Unterzeichnung aus.
 
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